Sprachwahl: DE EN
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Auf der Suche nach einer passenden Bibelübersetzung sind besonders die Fragen für wen und für welchen Zweck eine Bibel gesucht wird entscheidend. Denn je nach Anforderung können unterschiedliche Übersetzungen relevant sein. Auf dieser Seite erhalten Sie einen Einblick über unterschiedliche Übersetzungstypen, die Ihnen zur ersten Orientierung dienen sollen.

So lassen sich die wichtigsten Bibelübersetzungen in vier Kategorien unterteilen:

Die „kirchenamtlichen“ Bibelübersetzungen

Zu den „kirchenamtlichen“ Bibelübersetzungen gehört die Bibel nach der Übersetzung Martin Luthers. Diese zählt zu der von der evangelischen Kirche in Deutschland, für die Verwendung in Gottesdienst, kirchlicher Unterweisung und evangelischen Religionsunterricht, empfohlenen deutschen Bibelübersetzung.

Sie ist die traditionsreichste deutsche Bibelübersetzung, die nicht nur den deutschen Protestantismus, sondern auch die deutsche Literatur und Sprache geprägt hat.

 

Das katholische Pendant ist die Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift. Sie ist die im katholischen Bereich vertraute Bibelübersetzung. In einer Blütezier der Ökumene entstanden, wurden das Neue Testament und die Psalmen von der Evangelischen Kirche in Deutschland als ökumenischer Text akzeptiert. Über den endgültigen Wortlaut des Textes entschied jedoch die katholische Kirche.

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Die kommunikativen Übersetzungen

Bei den kommunikativen Bibelübersetzungen sind vor allem die Gute Nachricht Bibel und die Bibel Hoffnung für Alle zu nennen. Die Gute Nachricht Bibel ist dabei die erste kommunikative Bibelübersetzung ins Deutsche, die erste und bisher einzige durchgehend interkonfessionell erarbeitete deutsche Bibelübersetzung sowie die erste Bibelübersetzung, die konsequenter auf die Frage der frauengerechten Sprache achtete.

Um die Bibel wieder neu in die lebendige Sprache der Gegenwart zu bringen, verwendet die Gute Nachricht Bibel die Übersetzungsmethode der „funktionalen Äquivalenz“. Dabei kommt es nicht auf den Wortlaut, sondern auf die genaue Wiedergabe des Sinns an.

 

Die zweite große Bibelübersetzung des kommunikativen Typs in Deutschland und auch mit großer Akzeptanz vor allem auch im Bereich der Evangelischen Allianz, ist die Bibelübersetzung Hoffnung für Alle. Ihr Hauptanliegen sind unmittelbare Verständlichkeit und direkte Anwendbarkeit des Gelesenen. Dies führt manchmal auch zu einer verknappenden Wiedergabe.

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Die philologischen Bibelübersetzungen

Die philologischen Bibelübersetzungen werden von der Elberfelder Bibel und der Zürcher Bibel vertreten. Dabei ist die Elberfelder Bibel die deutsche Bibelübersetzung, die sich um größtmögliche Nähe zum hebräischen bzw. griechischen Grundtext unter Wahrung seiner formalen Eigentümlichkeiten bemüht.

Sie wird von engagierten Bibellesern- und Leserinnen geschätzt, die ohne Kenntnis der Grundsprachen einen möglichst genauen inhaltlichen Eindruck vom Originaltext dem haben wollen.

 

Die Zürcher Bibel ist eine Übersetzung der Evangelisch-reformierten Landeskirchen des Kantons Zürich, die aber auch bei den deutschsprachigen reformierten Kirchen in der Schweiz in Gebrauch ist und in Deutschland nicht zuletzt im akademischen Bereich sehr geschätzt wird. Die Zürcher Bibel will möglichst nahe bei den Grundtexten bleiben, zugleich aber auch eine Sprache verwenden, die dem 21.Jahrhundert angemessen ist. Sie verzichtet weitgehend auf Interpretationen, um den Bibeltext bewusst in seiner Fremdheit stehen zu lassen.

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Neue Übersetzungsprojekte

Eines der neuen Übersetzungsprojekte ist die Neue Genfer Übersetzung. Diese neue kommunikative Bibelübersetzung achtet bewusst auf die Form des Grundtextes. Durch ihr Anliegen, höchste Texttreue mit größtmöglicher Verständlichkeit zu verbinden, ist sie die philologische unter den kommunikativen Bibelübersetzungen.

Ein zweites wichtiges Übersetzungsprojekt ist die BasisBibel. Sie ist die erste Bibelübersetzung, die den sich wandelnden Lesebedürfnissen des 21.Jahrhunderts gerecht wird, in dem sich das Internet zum neuen Leitmedium entwickelt.

Dabei ist die BasisBibel näher am Urtext als traditionelle kommunikative Übersetzungen. Verdeutlichende Zusätze sind nicht im Text untergebracht, dafür sind erläuterungsbedürftige Begriffe farbig hervorgehoben und in der Randspalte erklärt. Zudem ist die BasisBibel, dadurch dass der Text durch den Zeilenfall konsequent in Sinneinheiten gegliedert ist, besonders lesefreundlich. Die dritte Besonderheit dieser Bibelübersetzung ist ihre Crossmedialität: über eine Webadresse am Fuß jeder Seite gelangt man direkt zu der entsprechenden Stelle im elektronischen Text, bei dem man ebenso ausführliche Lexikonartikel, Landkarten, Fotos und Sacherklärungen finden kann.

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